Inhalte des MeteringForum. Newsletters April 2017

Veranstaltungshinweise
++ Reminder: FNN-Kongress am 10. und 11. Mai 2017 in Leipzig

Topmeldungen
++ PTB: Smart-Meter-Rollout nicht gefährdet
++ Wirtschaftsinitiative Smart Living gegründet
++ Stadtwerke Konstanz erhalten VKU-Innovationspreis
++ Stadtwerke Duisburg bieten Kunden Prepaid-Zähler
++ Forschungsprojekt zur Entwicklung einer autarken Elektrotankstelle

Messwesen in den Medien
++ Reststückverkauf: Rollout-Leitfaden für die Praxis
++ Mehr Tempo beim Rollout
++ Energie 4.0: Versorger wollen die digitale Wende“
++ Mieterstrom wird zum Gesetz
++ Kommunale Unternehmen: Digitalisierung mit Hindernissen
++ Digitale Heizungen verlangen mehr Aufmerksamkeit

Veranstaltungshinweise
++ Reminder: FNN-Kongress am 10. und 11. Mai 2017 in Leipzig
Seit Sommer 2016 gibt es in Deutschland mit dem „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ erstmals eine rechtsverbindliche Verpflichtung zum Einbau moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme (Smart Meter). Dennoch sind längst nicht alle Fragen geklärt. Diskutieren Sie auf dem FNN-Fachkongress Zählen Messen Prüfen gemeinsam mit anderen Branchenexperten über aktuelle Entwicklungen und künftige Herausforderungen.
Nutzen Sie die Gelegenheit um sich über unser smartes Portfolio zu informieren. Sie finden uns in der Messehalle am Stand Nr. 10. Gerne können Sie unter dem folgendem Link schon vorab mit uns einen Termin vereinbaren:

FNN-Kongress | Zählen Messen Prüfen 2017



Topmeldungen

++ PTB: Smart-Meter-Rollout nicht gefährdet
Braunschweig /Bielefeld (energate) – Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) bittet Smart-Meter-Hersteller um Stellungnahmen zu möglichen Smart-Meter-Messfehlern. Damit reagiert die Behörde des Bundeswirtschaftsministeriums auf die niederländische Smart-Meter-Studie der Universität Twente zu Problemen mit hochfrequenten Strömen. Die Behörde mit Sitz in Braunschweig geht in einer Stellungnahme davon aus, dass der Smart-Meter-Rollout in Deutschland durch die Ergebnisse der Forscher nicht gefährdet ist. „Alles spricht dafür, dass bei den in Deutschland eingesetzten und für den Einsatz vorgesehenen Zählern, über einen Abrechnungszeitraum betrachtet, die gesetzlich vorgegebenen Verkehrsfehlergrenzen nicht überschritten werden“, erklärte die PTB. Wissenschaftler der Universitäten Twente und Amsterdam hatten bei Tests mit neun Geräten der Baujahre 2007 bis 2014 im Zusammenhang mit energiesparenden LED-Systemen massive Messfehler mit hochfrequenten Strömen festgestellt.
Wie der VDE geht auch die PTB davon aus, dass das in der Studie festgestellte Problem nicht neu ist. Die Fehlerquelle sei schon seit 2008 bekannt und in den Folgejahren in die Prüfanforderungen für Elektrizitätszähler eingeflossen. „Marktüberwachungsbehörden sind seit 2010 für die Thematik sensibilisiert und richten ihr Handeln darauf aus“, so das PTB. Daher gelte es in Deutschland als beseitigt. Dennoch wird die Behörde tätig. „Die PTB wird die Hersteller, die von der PTB seit 2010 eine Baumusterprüfbescheinigung erhalten haben, um eine Stellungnahme zu der Veröffentlichung der Universität Twente bitten und erforderlichenfalls Maßnahmen ergreifen.“ Es gelte, die Forschungsergebnisse der Niederländer ernst zu nehmen und zu prüfen, inwiefern bestehende Rahmenbedingungen verschärft werden müssen, hieß es.
Der Bielefelder Hersteller Easy Meter sieht seine Produkte nicht von dem Messfehlerproblem bei hochfrequenten Strömen betroffen. Das Unternehmen verweist dazu auf freiwillige Tests, die es bereits 2010 durchgeführt habe. Als Gegenmaßnahme verwendet Easy Meter Shunt-Sensoren. Dies sorge für die nötige Robustheit. Die in der Studie der Niederländer auffällig gewordenen Zähler setzten stattdessen auf Hall-Sensoren oder Rogowski-Sensoren. Zu den Kritikern der Studie zählt auch der Hersteller Landis + Gyr. Das Unternehmen hatte gegenüber energate die Untersuchungsmethode generell infrage gestellt
Für weitergehende Informationen kann die Studie der Universität Twente unter dem folgendem Link erworben werden:
http://ieeexplore.ieee.org/abstract/document/7866234/?reload=true

++ Wirtschaftsinitiative Smart Living gegründet
Vertreter von Unternehmen und Verbänden, darunter VDE, ZVEH, ZVEI, Bitkom, GDW und ZVSHK haben ein Memorandum of Understanding über die Gründung einer Wirtschaftsinitiative Smart Living unterzeichnet. Initiiert hatte die Wirtschaftsinitiative der Technologieverband VDE, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung. Ziel der Initiative ist es, Deutschland zu einem internationalen Leitmarkt für Smart-Living-Anwendungen zu entwickeln. Gemeinsam mit dem BMWi haben die Beteiligten einen Strukturvorschlag für die Initiative erarbeitet, die bereits mit drei Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufgenommen hat.
Den Mitgliedern bietet die Initiative Möglichkeiten des Informationsaustauschs und der Synergienutzung, beispielsweise durch einen einfacheren Zugang zu Politik, Medien und Öffentlichkeit. So wollen die Mitglieder beispielsweise ihr Know-how über Technologien, Plattformen, Ökosysteme und weltweite Smart-Living-Aktivitäten teilen. Ebenso sieht das Memorandum of Understanding vor, dass die Mitglieder die Initiative nutzen können, um Partner für die Schaffung neuer Produkte, Anwendungen und Geschäftsmodelle zu gewinnen.

++ Stadtwerke Konstanz erhalten VKU-Innovationspreis

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat den VKU-Innovationspreis verliehen. Insgesamt wurden fünf VKU-Mitgliedsunternehmen für zukunftsweisende Projekte ausgezeichnet, darunter die Stadtwerke Konstanz für ihr Mieterstrommodell. Die weiteren Preisträger sind die Mainova für das Projekt „Aktiv-Stadthaus Frankfurt“, die Stadtwerke Trier für das Projekt „Energieautarkes Hauptklärwerk“, die Stadtwerke Schwedt für das Projekt „Digitalisierung des ländlichen Raumes“ und der Abfallwirtschaftsbetrieb München für das Projekt Müllsammelfahrzeug „Light II“. Der VKU-Innovationspreis ist nicht dotiert.
Die Stadtwerke Konstanz erhielten den Sonderpreis „Regionale Energiewende“. Das Mieterstrommodell mit variablen Tarifen auf Basis intelligenter Messsysteme verknüpfe Geschäftsfelder auf Basis eines Energieliefer-Contracting aus dezentralen BHKWs und PV, Telekommunikation mit Glasfaser und Smart Metering miteinander, heißt es in der Begründung der Jury: „Ziel war es, alternative und vor allem intelligente Vermarktungsmöglichkeiten für dezentral erzeugten Strom unter Einbeziehung von Mietern in Mehrfamilienhäusern zu finden und zur Produktreife zu führen. Die Erzeugung ist komplett regional. Dadurch bleibt die Wertschöpfung vor Ort und die Kundenbindung wird gefördert. Von Anfang an haben die Stadtwerke Konstanz auch geplant, dass die Produkte von anderen Unternehmen adaptierbar sind. Ihre Erfahrungen teilen sie zudem mit anderen kommunalen Unternehmen.“ Das Mieterstrommodell wurde gemeinsam mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WOBAK in deren Gebäuden umgesetzt.

++ Stadtwerke Duisburg bieten Kunden Prepaid-Zähler
Die Stadtwerke Duisburg bieten seit kurzem ihren Kunden einen Prepaid-Zähler samt Prepaid-Stromtarif an. Laut Pressemitteilung müssen Kunden, um das Angebot nutzen zu können, im Kundencenter der Stadtwerke einen Vertrag für den Prepaid-Stromtarif abschließen. Danach werde der bisherige Stromzähler gegen einen Prepaid-Zähler ausgetauscht. Mit einem Zahlschein könnten Prepaid-Kunden dann an einem der Fahrkartenautomaten der Duisburger Verkehrsgesellschaft, bei den Servicepunktpartnern der Stadtwerke oder per Überweisung ihr erstes Kilowattstunden-Paket kaufen, heißt es weiter.
Per SMS und E-Mail erhält der Kunde im Anschluss die erste Transaktionsnummer (TAN), mit der er das Guthaben freischalten muss. Sollte das Guthaben aufgebraucht sein, wechsle der Zähler in eine Art Notversorgung.

++ Forschungsprojekt zur Entwicklung einer autarken Elektrotankstelle
Die Energie SaarLorLux ist an einem Forschungsprojekt zur Entwicklung einer speichergestützten, regenerativ versorgten und autarken Ladestation für E-Fahrzeuge beteiligt. Nach Angaben der Energie SaarLorLux soll hierbei der benötigte Strom mit einer PV-Anlage auf dem Carport erzeugt und in einem Stromspeicher zwischengespeichert werden. Insgesamt könnten bis zu vier E-Mobile unter einem Carport geladen werden. Ziel ist es, am Ende des Forschungsprojektes eine nahezu vollständige Autarkie gegenüber dem öffentlichen Stromnetz zu erreichen. Damit kann die Elektrotankstelle künftig auch überall dort eingesetzt werden, wo eine herkömmliche netzgebundene Versorgung von E-Fahrzeugen nicht möglich ist.
Das Forschungsprojekt wird vom BMWi mit ca. 1,6 Mio Euro gefördert. Der Stromspeicher hat eine Gesamtkapazität von 120 kWh und eine Gesamtanschlussleistung von 85 kW. In der Partnerschaft mit der Universität des Saarlandes, der Technischen Universität Kaiserslautern, der SCHMID Energy Systems und der IZES stellt Energie SaarLorLux den Strom, der während der Forschungsphase benötigt wird, um die Erzeugungskapazität der Solaranlage, die Ladekapazität des Stromspeichers und die Strommenge zur Ladung der E-Autos auszugleichen.

Messwesen in den Medien

++ Reststückverkauf: Rollout-Leitfaden für die Praxis
http://www.50komma2.de/Rollout_Leitfaden/index.html

++ Mehr Tempo beim Rollout
https://www.zfk.de/strom/artikel/mehr-tempo-beim-rollout.html

++ „Energie 4.0: Versorger wollen die digitale Wende“

http://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/cebit2017/energie-4-0-versorger-wollen-die-digitale-wende/19547346.html

++ Mieterstrom wird zum Gesetz
http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/22829-mieterstrom-wird-zum-gesetz

++ Kommunale Unternehmen: Digitalisierung mit Hindernissen
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kommunale-unternehmen-digitalisierung-mit-hindernissen/19508966.html

++ Digitale Heizungen verlangen mehr Aufmerksamkeit
https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article162970147/Digitale-Heizungen-verlangen-mehr-Aufmerksamkeit.html