Topmeldungen
++ Pressemitteilung: iS Software und co.met starten strategische Kooperation beim intelligenten Messwesen
++ BSI: Sichere Kommunikation im intelligenten Stromnetz
++ Studie: Handlungsempfehlungen für die wirtschaftliche Leistungserbringung im intelligenten Messwesen
++ VDE-Institut ist nun staatlich anerkannte Prüfstelle für Messgeräte für Elektrizität
++ EDNA veröffentlicht Smart-Meter-Orientierungshilfe
++ E.ON beteiligt sich am Smart Grid-Projekt InterFlex
++ Bundeskabinett beschließt Netzentgeltmodernisierungsgesetz

Messwesen in den Medien
++ Umfrage: Smart Meter verändern Marktstruktur
++ Elektrotankstellen-Netz an Autobahnen zu 25 Prozent fertig
++ Smart Cities in der Zwickmühle
++ Smart Home-Intelligente Mitbewohner
++ Netzkosten: Gabriel macht Hoffnung auf geringere Strompreise

Topmeldungen
++ Pressemitteilung: iS Software und co.met starten strategische Kooperation beim intelligenten Messwesen
Saarbrücken/Regensburg, Februar 2017 – Der Metering-Dienstleister co.met GmbH und der Branchensoftware-Spezialist iS Software GmbH arbeiten ab sofort eng zusammen und bieten so eine voll integrierte Gesamtlösung für den Rollout, die Gateway Administration und den Betrieb intelligenter Messsysteme.
Der Saarbrücker Messdienstleister bringt sein gesamtes Dienstleistungsportfolio im Bereich Smart Metering in die Kooperation ein. Damit ist die iS Software GmbH kurzfristig in der Lage, ihren Stadtwerkekunden auf Basis der Branchensoftware WinEV® eine Komplettlösung für Smart Metering inklusive der Smart Meter Gateway Administration anzubieten. Dirk Weiße, Geschäftsführer der IS Software GmbH: „Wir bieten unseren Kunden für die bevorstehenden Herausforderungen des digitalisierten Messwesens ein Komplettpaket, das alle Prozesse von der Rollout-Planung, der Beschaffung und der Montage über den Regelbetrieb und die Marktkommunikation bis hin zur Abrechnung hochintegriert abbildet.“
Mehr Informationen zur Kooperation erhalten Sie hier: http://www.co-met.info/pressemitteilung-is-software-und-co-met-starten-strategische-kooperation-beim-intelligenten-messwesen/

++ BSI: Sichere Kommunikation im intelligenten Stromnetz
Im Rahmen des Kongresses OMNISECURE hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den ersten Antrag eines PKI-Zertifizierungsdienstleisters im Bereich Smart Metering entgegengenommen. Wie das BSI informiert, haben Vertreter des Unternehmens Atos Deutschland die notwendigen Registrierungsunterlagen basierend auf den im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verankerten Vorgaben an das BSI überreicht. Das BSI betreibt die zentrale Wurzelzertifizierungsstelle (Root) der Smart Metering Public Key Infrastruktur (SM-PKI) und ist daher verantwortlich für die Registrierung von Zertifizierungsdienstleistern (Sub-CAs) im intelligenten Stromnetz.
Die Atos Smart Grid CA als Trustcenter von Atos Deutschland soll künftig digitale Zertifikate für die sichere Kommunikation im intelligenten Stromnetz (Smart Grid) ausstellen, insbesondere zur Absicherung der Verbindungen von Smart Meter Gateways. Um den Schutz der von den Haushalten übermittelten Messdaten zu gewährleisten, ist für die Verbindung des Smart Meter Gateways zu einem autorisierten Marktteilnehmer im Weitverkehrsnetz eine gegenseitige Authentisierung der Kommunikationspartner erforderlich. Die Kommunikation erfolgt dabei über einen verschlüsselten und integritätsgesicherten Kanal. Zudem werden Daten von einem Smart Meter Gateway vor der Übertragung zur Integritätssicherung signiert und zur Gewährleistung des Datenschutzes für den Endempfänger verschlüsselt.

++ Studie: Handlungsempfehlungen für die wirtschaftliche Leistungserbringung im intelligenten Messwesen
LBD hat im Auftrag von EnBW, ELTEL und EVB eine Studie erstellt, die Netzbetreibern als gMSB Orientierung geben will, welche Leistungen im intelligenten Messwesen sie wirtschaftlich selbst erbringen können und welche sie fremd vergeben sollten.
Das intelligente Messwesen, wie es mit dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) eingeführt wird, hat komplexere Prozesse und erfordert eine wesentlich höhere IT-Unterstützung als das bisherige Messwesen. Gleichzeitig werden durch die Vorgabe von Preisobergrenzen hohe Effizienzanforderungen an die Leistungserbringung gestellt. Investitionen, die nicht wirtschaftlich durch die Erlöse gedeckt werden, sind zwingend zu vermeiden. Kleine und mittelgroße Versorger werden einen Großteil der Leistungen nicht wirtschaftlich in Eigenleistung erbringen können.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier: http://www.lbd.de/cms/pdf-gutachten-und-studien/1702-LBD-MSB-Studie-Prasentation-E-World.pdf
++ VDE-Institut ist nun staatlich anerkannte Prüfstelle für Messgeräte für Elektrizität
Das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut in Offenbach hat die staatliche Anerkennung als Prüfstelle für Messgeräte für Elektrizität (EHE9) erhalten, berichtet das Institut in einer Pressemeldung. Als „Beliehenes Unternehmen“ hat das VDE-Institut diese staatliche Aufgabe übertragen bekommen und kann nun Eichungen und Befundprüfungen unter der Hoheit der Hessischen Eichdirektion durchführen. „Wir führen die Befundprüfung beispielsweise aus, wenn der Energieversorger oder Endkunde vermutet, dass ein Messgerät fehlerhaft misst oder die Vermutung einer Manipulation besteht“, erklärt Matthias Hübner, der die Prüfstelle im VDE-Institut leitet. Bei der Eichung überprüft sein Team Messgeräte, die bereits verwendet wurden.
Mit der neuen Dienstleistung richtet sich das VDE-Institut an Hersteller, Marktaufsichtsbehörden und Endkunden. Weiterhin bietet das VDE-Institut in diesem Bereich Konformitätsbewertungen an. Diese sind notwendig für das Inverkehrbringen von Messgeräten und häufig noch als Ersteichung bekannt.

++ EDNA veröffentlicht Smart-Meter-Orientierungshilfe
Der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation hat eine neue Fachinformation zur Umsetzung des zertifizierten Messstellenbetriebs nach MsbG veröffentlicht. Das Papier, das von der EDNA-Projektgruppe Digitalisierung im Messwesen DiM erarbeitet wurde, soll den Entscheidern in den Unternehmen helfen, ihr Verständnis für die neu entstehenden Rollen und Aufgaben zu schärfen, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung. Auf dieser Basis könne im jeweiligen Unternehmen die Entscheidung für die beste Umsetzungsform und damit für die richtigen Partner getroffen werden. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Aufwände für die Zertifizierung, die in einem separaten Kapitel genauer beleuchtet werden.
Der Bundesverband weist in dem Papier auch darauf hin, dass für die softwaretechnische Umsetzung jeder konventionelle Zählpunkt für Strom und Gas angefasst werden müsse. Hintergrund sei die zwischenzeitlich erfolgte Festlegung der BNetzA zu den neuen Wechselprozessen im Messwesen (WiM) mit dem neuen Ansatz der Markt- und Messlokation. Eine weitere Veränderung werde die tägliche Bilanzierung für alle Verbrauchskunden mit iMsys und einem Jahresverbrauch zwischen 10.000 und 100.000 kWh mit sich bringen. Neben den möglichen Umsetzungsalternativen für den Messstellenbetreiber beschreibt die Fachinformation auch den Anpassungsbedarf für die weiteren betroffenen Marktrollen.

++ E.ON beteiligt sich am Smart Grid-Projekt InterFlex
E.ON beteiligt sich am europäischen Smart Grid-Projekt InterFlex, das neue Wege zur Flexibilisierung und Optimierung der Stromversorgung auf lokaler Ebene aufzeigen will. Unternehmensangaben zufolge hat das Anfang des Jahres gestartete Projekt eine Laufzeit von 3 Jahren. In dieser Zeit wollen die 20 Projektpartner die Wechselwirkungen zwischen Marktakteuren und Verteilnetz untersuchen. Besondere Schwerpunkte sind dabei die Bereiche Energiespeicherung, intelligente Ladeverfahren für Elektrofahrzeuge, Lastüberwachung (Demand Response), Inselbetrieb, Netzautomation sowie die Integration verschiedener Energieträger (Gas, Wärme, Strom). E.ON ist laut eigenen Angaben an 3 der 6 regionalen Demonstrationsvorhaben beteiligt. Das Forschungsprojekt ist Teil des EU Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 und hat ein Gesamtvolumen von ca. 23 Mio. Euro.
Die Projektergebnisse sollen es den Konsortialpartnern ermöglichen, die aufgezeigten Lösungen und Geschäftsmodelle mehrfach zu nutzen. Sie sollen darüber hinaus für andere Dienstleister sowie Investoren einen Anreiz bieten, die neuen Geschäftsmodelle zu testen, für sich zu übernehmen und so modere Überwachungs- und Steuerungskonzepte für lokale Energieversorgungssysteme und Flexibilisierungsleistungen auf EU-Ebene weiterzuentwickeln.

++ Bundeskabinett beschließt Netzentgeltmodernisierungsgesetz
Das Bundeskabinett hat dem von Bundeswirtschaftsminister Gabriel vorgelegten Entwurf des Gesetzes zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur (Netzentgeltmodernisierungsgesetz) zugestimmt. Wie das BMWi mitteilte, passt das Gesetz die sog. vermiedenen Netzentgelte (vNNE) schrittweise an die Erfordernisse der Energiewende an. Derzeit werden vNNE sowohl für steuerbare Erzeugung, wie KWK, als auch für volatile Erzeugung aus erneuerbaren Energien, gewährt.
Der Gesetzentwurf enthält eine Abschaffung der vermiedenen Netzentgelte in 3 Schritten: 2017/2018 werden die Berechnungsgrundlagen korrigiert. Sodann sollen ab 2018 für Anlagen mit volatiler Stromerzeugung und ab 2021 für alle anderen Anlagen die Zahlungen für Neuanlagen vollständig und für Bestandsanlagen schrittweise über 10 Jahre abgeschafft werden.
Das NEMoG wurde inzwischen von verschiedenen Verbänden heftig kritisiert. Aus Sicht des VKU sei es falsch, die vNNE für steuerbare Anlagen abzuschaffen, denn genau diese würden für Systemstabilität und Versorgungssicherheit sorgen und somit den Ausbaubedarf an Übertragungsnetzen vermindern. Der BDEW teilt diese Einschätzung und sieht zudem die Wirtschaftlichkeit dezentraler Kraftwerke in Gefahr. Betreiber hätten im Vertrauen auf geltendes Recht in der Vergangenheit hohe Investitionen in Netzanschlusseinrichtungen vorgenommen, welche durch die neuen Regelungen nun vollständig entwertet würden.

Messwesen in den Medien
++ Umfrage: Smart Meter verändern Marktstruktur
http://www.stadt-und-werk.de/meldung_25587_Smart+Meter+ver%C3%A4ndern+Marktstruktur.html

++ Elektrotankstellen-Netz an Autobahnen zu 25 Prozent fertig
https://www.waz.de/auto/elektrotankstellen-netz-an-autobahnen-zu-25-prozent-fertig-id209442097.html

++ Smart Cities in der Zwickmühle
http://www.computerwelt.at/news/wirtschaft-politik/e-government/detail/artikel/119305-smart-cities-in-der-zwickmuehle/

++ Smart Home-Intelligente Mitbewohner
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/smart-home-intelligente-mitbewohner-1.3329996

++ Netzkosten: Gabriel macht Hoffnung auf geringere Strompreise
http://www.handelsblatt.com/politik/international/netzkosten-gabriel-macht-hoffnung-auf-geringere-strompreise/19296606.html