Newsletter_banner

PDF-Version des Newsletters

Veranstaltungshinweise
++ metering days 2016 in Fulda am 20. und 21. September

Topmeldungen
++ Bundestag beschließt Digitalisierungsgesetz
++ Bayern treibt Breitbandausbau voran
++ Bundesnetzagentur fördert Machine-to-Machine Kommunikation
++ BDEW veröffentlicht digitale Agenda der Energiewirtschaft
++ Kaspersky-Umfrage zu Vertrauen in Smart Meter
++ MITNETZ STROM entwickelt Eichmittel für intelligente Messsysteme

Messwesen in den Medien
++ Fachbericht: ISMS im Messwesen
++ NRW gründet Initiativen für eine vernetzte Energie-Infrastruktur
++ Smart Home: So intelligent ist Ihr Zuhause schon heute
++ Smart Citys: Das ist die intelligenteste Stadt der Welt
++ Digitale Energiewende braucht Standards
++ Energiewende: Zum Nachbarn für eine Tasse Strom

Veranstaltungshinweise
++ metering days 2016 in Fulda am 20. und 21. September – 10% Rabatt
Die metering days 2016 sind der Branchentreffpunkt für das Smart Metering und finden am 20. und 21. September in Fulda statt. Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende inkl. der zugehörigen Beschlussempfehlungen der großen Koalition liegt seit dem 24. Juni 2016 vor.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Messwesen in Deutschland werden nachhaltige Veränderungen erfahren. In besonderem Maße betroffen sind Verteilnetzbetreiber in der Rolle des (intelligenten) Messstellenbetreibers. Informieren Sie sich auf den metering days über co.met-Lösungen zum Smart Meter Rollout und diskutieren Sie mit anderen Teilnehmern.
Nutzen Sie die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch und besuchen Sie uns an unserem Stand.
Mit dem co.met-Anmeldecode MDCOM sparen Sie 10% bei Ihrer Anmeldung unter
Gerne können Sie vorab einen Termin mit uns vereinbaren. Schicken Sie dazu einfach eine E-Mail mit Ihrem Wunschtermin an meteringforum@co-met.info.

Topmeldungen
++ Bundestag beschließt Digitalisierungsgesetz

Der Bundestag hat das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ beschlossen. Für das Gesetz stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD, die Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen sprachen sich dagegen aus. Demnach wird der Einbau von Smart-Metern ab einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh verpflichtend vorgeschrieben. Bei den Verbrauchern bis zu 6.000 kWh Jahresverbrauch ist nach wie vor kein flächendeckender Pflichteinbau vorgesehen.
In Abhängigkeit vom jährlichen Stromverbrauch gelten für die Umrüstung verschieden Fristen. Bei Verbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von 10.000 kWh bis 100.000 kWh soll der Rollout bereits im Jahr 2017 beginnen und im Jahr 2025 abgeschlossen sein. Verbraucher mit einem Jahresstromverbrauch von 6.000 kWh bis 10.000 kWh sollen im Zeitraum von 2020 bis 2028 mit intelligenten Messsystemen ausgestattet werden. Für Verbraucher mit einem Jahresstromverbrauch über 100.000 kWh (Registrierende Leistungsmessung) ist eine längere Übergangsfrist vorgesehen. Diese Verbrauchsgruppe soll im Zeitraum von 2017 bis 2032 umgerüstet werden.
Neben der Ausstattung der Pflichteinbaufälle mit intelligenten Messsystemen sind vom Gesetzgeber zwei weitere Konstellationen beim Rollout denkbar: entweder der Verbraucher veranlasst dies freiwillig oder der Liegenschaftsinhaber veranlasst im Rahmen von Modernisierungen die Ausstattung der gesamten Liegenschaft mit intelligenten Messsystemen. Die durch den Liegenschaftsinhaber initiierte Ausstattungsvariante greift erst ab dem 01. Januar 2021.
Darüber hinaus regelt das Gesetz auch die technischen Vorgaben für intelligente Messsysteme, das Thema Datenschutz und Verbraucherrechte. Verbrauchern sollen zum Beispiel Informationen über den tatsächlichen Energieverbrauch sowie Informationen über die tatsächliche Nutzungszeit rückwirkend für die letzten 24 Monate bereitgestellt werden.

++ Bayern treibt Breitbandausbau voran
Bayern plant bereits im Jahr 2017 jede Gemeinde im Freistaat an das schnelle Internet anzuschließen. Hierfür stellt Bayern bis zu 1,5 Mrd. Euro Fördergelder zur Verfügung. Insgesamt sollen Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s garantiert werden.
Bayernweit engagieren sich laut Angaben der bayerischen Staatsregierung bereits ca. 95 % (1.950) aller Kommunen im Förderverfahren. Alles in allem starten schon 1.044 Kommunen mit einer Gesamtfördersumme von rund 388 Mio. Euro in den Breitbandausbau. Allein bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten werden weit über 15.000 km Glasfaserleitungen verlegt.
Darüber hinaus plant Bayern bis zum Jahr 2020 insgesamt 20.000 kostenlose WLAN-Hotspots einzurichten. Insbesondere Kommunen, Hochschulen, Behörden und Tourismusziele sollen hierbei berücksichtigt werden, so der bayerische Finanzminister Markus Söder.

++ Bundesnetzagentur fördert Machine-to-Machine Kommunikation

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat Regelungen zu Internationalen Kennungen für Mobile Teilnehmer (International Mobile Subscriber Identities, IMSIs) veröffentlicht, um die Machine-to-Machine (M2M)-Kommunikation über öffentliche Mobilfunknetze zu fördern.
Der BNetzA zufolge erlauben die neuen Regelungen, dass IMSIs mit einer deutschen Länderkennung auch für M2M-Anwendungen im Ausland verwendet werden dürfen und Geräte mit ausländischen IMSIs dürfen in Deutschland vermarktet werden. Die BNetzA geht davon aus, dass sich insbesondere in den Bereichen Automotive („connected cars“), Gebäudetechnik („smart home“), Gesundheit und Energie („smart meter“) verstärkt nützliche M2M-Anwendungen durchsetzen werden.
Wenn der Informationsaustausch über öffentliche Mobilfunknetze erfolgt, sind für die Adressierung der Endgeräte IMSIs erforderlich. Diese waren bislang auf austauschbaren SIM-Karten einprogrammiert. Neuerdings sollen sie auf „eSIM“ (embedded SIM) genannten Modulen gespeichert werden, die im Gerät fest eingebaut sind.
Weitergehende Informationen sind verfügbar unter: www.bundesnetzagentur.de/imsi

++ BDEW veröffentlicht digitale Agenda der Energiewirtschaft
Der BDEW hat die digitale Agenda der Energiewirtschaft veröffentlicht. Darin zeigt der BDEW zentrale Handlungsfelder für Energieunternehmen auf und formuliert konkrete Empfehlungen für die Politik.
„Die Energiewirtschaft durchläuft eine doppelte Transformation: Neben der Energiewende verändert die Digitalisierung die Grundlagen der bisherigen Wertschöpfung. Beide Entwicklungen greifen unmittelbar ineinander – die Energiewende ist das größte nationale IT-Projekt aller Zeiten“, erläuterte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Die Digitalisierung eröffnet aber auch ganz neue Geschäftsfelder. Hierbei muss ein hohes Datenschutzniveau gewährleistet werden, wie der BDEW fordert.
Darüber hinaus formuliert die Agenda konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik. So sei beispielsweise der Ausbau einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur erforderlich. Dazu gehört aus Branchensicht insbesondere eine exklusive Mobilfunkfrequenz (Nutzung 450-MHz-Band) und ein flächendeckendes Breitbandnetz auch im ländlichen Raum.
Weiterführende Informationen können unter dem folgenden Link aufgerufen werden: www.bdew.de/digitalisierung

++ Kaspersky-Umfrage zu Vertrauen in Smart Meter
Das Softwareunternehmen Kaspersky hat eine Umfrage zum Vertrauen in Smart Meter durchgeführt. Demnach vertrauen 37% der deutschen Nutzern dem Einsatz von Smart Metern. Hingegen stehen 32% dem Einsatz skeptisch gegenüber und 31% sind unentschlossen, wie Kaspersky informierte.
Des Weiteren geht aus der Kaspersky-Umfrage hervor, dass sich 71% der deutschen Nutzer über große Unternehmen für Internetdienstleistungen sorgen, die persönliche Daten sammeln. Mehr als zwei Drittel (69%) gehen davon aus, dass die zunehmende Digitalisierung das digitale Leben „gläsern“ macht.
Bei der von Kaspersky Lab bei Statista beauftragten Online-Studie wurden im Juni 2016 insgesamt 500 deutsche Internetnutzer ab 18 Jahre zu Themen rund um den zunehmend digitaler werdenden Alltag befragt.

++ MITNETZ STROM entwickelt Eichmittel für intelligente Messsysteme

Der Verteilnetzbetreiber MITNETZ STROM hat gemeinsam mit dem Ingenieurbüro exceeding solutions ein Prüfmittel entwickelt, das alle eichrechtlich relevanten Funktionen für intelligente Messsysteme erfasst. Dies hat MITNETZ STROM bekannt gegeben. Zu den eichrechtlich relevanten Funktionen gehören beispielsweise die Bildung und Speicherung der Messwerte, die Zuordnung der Messwerte zu Tarifregistern sowie die Darstellung und Protokollierung der Messwerte.
Das Prüfmittel wurde an die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig, übergeben. Es wird hier gemeinsam weiterentwickelt. Ziel ist es, mit dem Prüfmittel Typ- und Stückprüfungen nach dem Eichrecht durchführen zu können. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt ist das nationale Metrologie-Institut Deutschlands. Es hat die Aufgabe zu prüfen, ob sich Messgeräte für die korrekte Messung und Abrechnung eignen. Das gilt auch für intelligente Messsysteme.

Messwesen in den Medien

++ Fachbericht: ISMS im Messwesen

Fachbericht: ISMS im Messwesen, 50,2 2016/06

++ NRW gründet Initiativen für eine vernetzte Energie-Infrastruktur
http://www.wiwo.de/technologie/green/living/digitalisierung-der-laender-nrw-gruendet-initiativen-fuer-eine-vernetzte-energie-infrastruktur/13770206.html

++ Smart Home: So intelligent ist Ihr Zuhause schon heute
http://www.huffingtonpost.de/2016/06/24/smart-home-so-intelligent-ist-ihr-zuhause-schon-heute_n_10658636.html

++ Smart Citys: Das ist die intelligenteste Stadt der Welt

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article156563622/Das-ist-die-intelligenteste-Stadt-der-Welt.html

++ Digitale Energiewende braucht Standards
http://www.energiezukunft.eu/netze/smart-grids/digitale-energiewende-braucht-standards-gn104094/

++ Energiewende: Zum Nachbarn für eine Tasse Strom
http://www.tagesspiegel.de/politik/energiewende-zum-nachbarn-fuer-eine-tasse-strom/13666956.html