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Veranstaltungshinweise
++ Reminder: Smart Energy Network Infotage Hamburg 2016
++ Reminder: IFAT 2016 in München vom 30. Mai bis 3. Juni 2016

Topmeldungen
++ Stellungnahmen zum Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Energiewende
++ Baden-Württemberg legt neues Förderprogramm für Smart-Grids-Forschung auf
++ Bundesnetzagentur veröffentlicht Anforderungen an IT-Sicherheitskatalog
++ MITNETZ GAS digitalisiert Ortsnetze
++ Stadtwerke Konstanz initiieren Mieterstromprojekt

Messwesen in den Medien
++ Digitale Energiewende: Wie sicher sind die Daten?
++ Stadt und OFFIS entwickeln Smart City Strategie
++ Stadtwerke Soest testen smarte Nachtspeicherheizungen
++ 4.000 Euro Prämie für Kauf eines Elektroautos
++ Elektrofahrzeuge können problemlos als Speicher in Netze integriert werden
++ VDE-Studie zeigt den Weg zum „atmenden“ Stromnetz

Veranstaltungshinweise
++ Reminder: Smart Energy Network Infotage Hamburg 2016 am 19. Mai 2016
Sind Sie bereit für die Anforderungen, die das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende mit sich bringt? Sparen Sie kostbare Zeit bei der Vorbereitung des Rollouts und informieren Sie sich über alle für den Smart Meter Rollout relevanten Projektbestandteile. Erhalten Sie alle notwendigen Informationen, in einem auf Ihre Anforderungen als Verteilnetzbetreiber ausgerichteten Programm.
Wir laden Sie ein! Erleben Sie einen spannenden Infotag mit co.met. Nutzen Sie die Chance, sich mit fachlichen Experten über alle Facetten rund um das Thema Rollout-Planung und – Durchführung auszutauschen. Diskutieren Sie mit uns Fragen wie:
Der SEN- Infotag findet am 19. Mai 2016 im Radisson Blu Hotel Hamburg statt.
Zur Anmeldung: http://www.co-met.info/th_event/smart-energy-network-infotage-hamburg-2016/
++ Reminder: IFAT 2016 in München vom 30. Mai bis 3. Juni 2016
Besuchen Sie uns auf der IFAT in München vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 auf dem Gemeinschaftsstand in Halle B1, Stand 329 bei der msu solutions GmbH! Im Fokus des co.met Messeauftritts stehen speziell an die Bedürfnisse von Versorgungsunternehmen angepasste Messdienstleistungen. Zur Anmeldung: http://www.co-met.info/th_event/ifat/

Topmeldungen
++ Stellungnahmen zum Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Energiewende
Im Vorfeld der Anhörung im Bundestag zum geplanten Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende am 13. April und der geplanten Verabschiedung noch vor der Sommerpause, haben einige Verbände ihre Stellungnahmen zum geplanten Gesetzesrahmen abgegeben. Zentrale Fragen drehten sich um die künftigen Kosten, die Zuständigkeit für abrechnungsrelevante Daten sowie die Datensicherheit.
So sieht bspw. der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) in dem geplanten Gesetz einen wichtigen Schritt nach vorn, hält aber Änderungen für notwendig. So dürfe die Einbaupflicht für intelligente Messsysteme nicht zu einer ungerechtfertigten Netzentgeltbelastung für Kunden führen. Das Gesetz sieht eine Einbauverpflichtung ab 2017 für Anschlüsse mit einem Verbrauch ab 10.000 kWh vor; dazu zählen etwa kleinere gewerbliche Betriebe wie Bäckereien, die derzeit nach Standardlastprofil (SLP) beliefert werden. Nach aktuellem Stand wäre ein Großteil dieser Kunden durch die Einbaupflicht neben den gesetzlich geregelten Kosten für das intelligente Messsystem auch mit deutlich steigenden Netzentgelten konfrontiert. Der Grund: Mit dem Einbau des Smart Meter würden diese nicht mehr als SLP-Kunden eingestuft, sondern fallen unter die Leistungsmessung. Je nach Verteilernetzbetreiber könnten sich dadurch die Netzentgelte für den Kunden um ein Vielfaches erhöhen. „Der Gesetzgeber könnte hier kurzfristig eine Lösung finden, etwa die, dass diese Kunden zwar anders bilanziert, aber netzseitig weiter als SLP-Kunden abgerechnet werden können“, forderte bne-Geschäftsführer Robert Busch.
Ein weiterer Aspekt der Verbände betrifft die Verteilung der Kompetenzen im Prozess mit den abrechnungsrelevanten Daten. So wird in einem vom BDEW beauftragten Gutachten vom BET davon abgeraten, die Verantwortlichkeiten neu zu verteilen. Jede Aufspaltung der Zuständigkeit für abrechnungsrelevante Daten erzeuge unweigerlich Nachteile für alle Beteiligten, ohne erkennbare Vorteile zu generieren. Auch das Prinzip der sparsamen Datenverwendung spreche dafür, die Zuständigkeit für die Bereitstellung abrechnungsrelevanter Daten vollständig beim Verteilnetzbetreiber zu belassen, so das Gutachten.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) lehnt indessen die Pflicht zum Einbau intelligenter Messsysteme für Verbraucher ab. Der Verband fordert Wahlfreiheit für alle privaten Haushalte. Der vzbv fordert dazu auf, bei einem Einbau intelligenter Messsysteme in Haushalten mit einem Verbrauch unter 6.000 kWh ein Zustimmungsrecht (Opt-in) für betroffene Verbraucher einzuführen. Darüber hinaus sollten private Haushalte mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 kWh ein Widerspruchsrecht bekommen (Opt-out). Die Zustimmungspflicht des Mieters für den Fall, dass der Vermieter den Messstellenbetreiber wählt, sei beizubehalten.
Die einzelnen Stellungnahmen/Positionen der Verbände sind verfügbar unter:
bne: http://www.bne-online.de/de/content/energiewirtschaft-digitalisierungsgesetz-ben%C3%B6tigt-noch-anpassungen
BDEW: https://www.bdew.de/internet.nsf/id/20160412-pi-neues-gutachten-zeigt-verteilnetzbetreiber-sollten-datendrehscheibe-bleiben-de?open&ccm=900010020010
vzbv: http://www.vzbv.de/sites/default/files/stellungnahme_vzbv_smart_meter_13_04_2016.pdf
++ Baden-Württemberg legt neues Förderprogramm für Smart-Grids-Forschung auf
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat ein neues Förderprogramm zur Energiewende namens „Smart Grids-Forschung – digital vernetzt“ ins Leben gerufen.
Hintergrund sind die komplexen Aufgaben, die das Stromnetz der Zukunft leisten muss. Insbesondere müsse es einen immer höheren Anteil an wetterabhängiger, erneuerbarer Energie möglichst effizient und ohne Abstriche an der Versorgungssicherheit verarbeiten und hierbei die Sicherheit von Informations- und Kommunikationsprozessen gewährleisten können. Wie das Ministerium mitteilte, werden daher Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für innovative Technologien, Verfahren und Konzepte auf Ebene der lokalen und regionalen Verteilnetze mit einer Million Euro unterstützt.
Stichtag zur Einreichung von Projektskizzen ist der 30. Juni 2016. Weitere Informationen zum Förderprogramm sowie Hinweise zu den Projektskizzen sind beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Projektträger Karlsruhe (PTKA), erhältlich.

++ Bundesnetzagentur veröffentlicht Anforderungen an IT-Sicherheitskatalog
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat Mitte April das Konformitätsbewertungsprogramm zur Akkreditierung von Zertifizierungsstellen für den IT-Sicherheitskatalog für Strom- und Gasnetzbetreiber veröffentlicht.
Nach dem EnWG sind Netzbetreiber im Strom- und Gasbereich verpflichtet, einen angemessenen Schutz gegen Bedrohungen für Telekommunikations- und elektronische Datenverarbeitungssysteme, die für einen sicheren Netzbetrieb notwendig sind, zu gewährleisten. Hierzu hat die BNetzA in Abstimmung mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im August 2015 einen IT-Sicherheitskatalog mit den notwendigen Sicherheitsanforderungen veröffentlicht. Kernforderung ist die Einführung eines Informationssicherheits-Managementsystems. Netzbetreiber haben die Umsetzung der Anforderungen des IT-Sicherheitskataloges durch ein Zertifikat zu belegen. Die Zertifizierung muss dabei durch eine unabhängige und für die Zertifizierung akkreditierte Stelle durchgeführt werden. Der IT-Sicherheitskatalog verpflichtet die Netzbetreiber, das Zertifizierungsverfahren bis zum 31. Januar 2018 abzuschließen.
Weitere Informationen unter: http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/Versorgungssicherheit/IT_Sicherheit/IT_Sicherheit_node.html

++ MITNETZ GAS digitalisiert Ortsnetze
Die MITNETZ GAS wird ihre Ortsnetze auf digitalen Betrieb umstellen. Dazu will der Netzbetreiber Schritt für Schritt die Ortsnetzstationen mit neuen Modems ausstatten, die in Zukunft netzrelevante Daten per Fernabfrage liefern. Die ersten 30 von 120 ausgewählten Anlagen sollen 2016 mit modernen Datenloggern bestückt werden, so die MITNETZ GAS.
MITNETZ GAS will die Modernisierung des Gasnetzes auch in anderen Bereichen vorantreiben. Seit 2015 gibt es im Raum Oschatz-Leisnig-Waldheim „Smart Sim“, ein neues Modell der technischen Gasbrennwertbestimmung im Netz. Bisher war bei der Biogaseinspeisung die Beimischung von Flüssiggas notwendig, um den im Netz vorhandenen einheitlichen Erdgasbrennwert zu erreichen. Das Programm „Smart Sim“ könne den Brennwert jetzt stattdessen individuell rechnerisch ermitteln. Nach der Genehmigung des Eichamtes für Oschatz-Leisnig-Waldheim im letzten Jahr plant MITNETZ GAS für 2016, „Smart Sim“ in weiteren Netzabschnitten zu testen und in Zukunft im gesamten Netzgebiet einzuführen.
++ Stadtwerke Konstanz initiieren Mieterstromprojekt
Die Stadtwerke Konstanz haben zusammen mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WOBAK ein Mieterstrommodell entwickelt. In dem betroffenen Mehrfamilienhaus sind neben 27 geförderten Mietwohnungen das neue Kunden-Center der Sparkasse Bodensee und der Polizeiposten Wollmatingen untergebracht. Mit dem Mieterstrommodell sollen die Geschäftsfelder Energieliefer-Contracting, Telekommunikation (Glasfaser) und Smart Metering miteinander verknüpft werden, resümierte Stadtwerke-Geschäftsführer Kuno Werner.
Neben einem BHKW im Gebäude wurde auch eine PV-Anlage mit 23 KWp auf dem Dach installiert. Die Stadtwerke verkaufen den Strom aus beiden Anlagen direkt an die Mieter. Da der Strom nicht durch das öffentliche Netz geleitet werden muss, entfallen bestimmte Abgaben, Umlagen, Netznutzungsentgelte und die Stromsteuer. Das Besondere an dem Mieterstrommodell der Stadtwerke Konstanz sei zudem die Differenzierung nach tatsächlicher Stromnutzung und Stromerzeugung auf Basis von 15-Minuten-Werten. Damit werde es für den Mieter möglich, sein Verbrauchsverhalten an die Stromerzeugung anzupassen.

Messwesen in den Medien
++ Digitale Energiewende: Wie sicher sind die Daten?
http://www.iwr.de/news.php?id=31082

++ Stadt und OFFIS entwickeln Smart City Strategie
http://www.oldenburg.de/startseite/wirtschaft/netzwerke/smart-regions/stadt-und-offis-entwickeln-smart-city-strategie.html

++ Stadtwerke Soest testen smarte Nachtspeicherheizungen
https://www.stromauskunft.de/service/energienachrichten/9999171.stadtwerke-soest-testen-smarte-nachtspeicherheizungen/

++ 4.000 Euro Prämie für Kauf eines Elektroautos
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/bundesregierung-elektroautos-subvention-kaufpraemie

++ Elektrofahrzeuge können problemlos als Speicher in Netze integriert werden
http://www.euwid-energie.de/news/systemtransformation/einzelansicht/Artikel/elektrofahrzeuge-koennen-problemlos-als-speicher-in-netze-integriert-werden.html

++ VDE-Studie zeigt den Weg zum „atmenden“ Stromnetz
http://www.vde.com/de/Verband/Pressecenter/Pressemeldungen/Fach-und-Wirtschaftspresse/2016/Seiten/19-2016.aspx