Topmeldungen

++ Mieterstrom aus Solaranlagen wird gefördert
++ BNetzA: Interaktive Karte zu Ladesäulen
++ Baden-Württemberg fördert Smart-Grids-Projekte
++ dena: Mit digitalen Geschäftsmodellen zum Erfolg
++ Umfrage zu Smart Metern in Ostdeutschland: enviaM sieht Aufklärungsbedarf
++ Weltgrößtes Smart Grid-Projekt erreicht Meilenstein

Messwesen in den Medien

++ Brüsseler Träume von Smart Appliances
++ Vernetzte Quartiere: Grüner Strom vom Nachbarn
++ Teure Heizungsablese: Ein Milliardengeschäft auf Kosten der Verbraucher
++ Hamburger Konzern kauft Erfurter Messgerätehersteller Qundis
++ Echtzeitdaten für Warmduscher
++ Smart Home: Heizen per Handy

Topmeldungen

++ Mieterstrom aus Solaranlagen wird gefördert
Das Bundeskabinett hat Ende April den vom BMWi vorgelegten Gesetzentwurf zur Förderung von Mieterstrom beschlossen. Damit soll die Versorgung von Mietern mit selbst erzeugtem Solarstrom stärker gefördert und so der Ausbau von PV-Anlagen auf Wohngebäuden vorangetrieben werden. Dabei handelt es sich um Strom aus Quellen wie PV-Anlagen auf dem Dach, der an Mieter im gleichen Wohngebäude geliefert wird.
„Bisher haben v.a. Eigenheimbesitzer die Möglichkeit, von Strom aus PV-Anlagen vom Hausdach zu profitieren. Das soll jetzt auch für Bewohner von Mietwohnungen möglich sein“, erklärte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypris. Wenn ein Vermieter eine PV-Anlage auf dem Dach installiert hat, kann er den so erzeugten Strom an seine Mieter liefern. Das ist zwar schon bisher möglich, rechnet sich aber für die meisten Vermieter nicht. Diese Lücke wird jetzt geschlossen, indem ein Mieterstromzuschlag eingeführt wird. Die Höhe hängt von der Größe der Solaranlage und dem PV-Ausbau insgesamt ab. Der von den Mietern nicht verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist und vergütet. Mieterstrom ist nach Darstellung der Bundesregierung wirtschaftlich interessant, weil einige Kostenbestandteile wie Netzentgelte, Netzumlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgabe nicht anfallen. Mieterstrom soll noch in diesem Jahr förderfähig werden.

++ BNetzA: Interaktive Karte zu Ladesäulen
Die BNetzA hat eine interaktive Übersichtskarte von öffentlichen Ladepunkten für E-Mobile in Deutschland veröffentlicht. Die Übersichtskarte bildet den Standort der jeweiligen Ladepunkte mit Adresse sowie die vorhandenen Stecker und Ladeleistungen ab. Zudem sind die Einrichtungen nach Schnell- und Normalladepunkten differenzierbar.
Die Veröffentlichung umfasst aktuell 1.600 Ladeeinrichtungen mit insgesamt 3.335 Ladepunkten von über 300 Betreibern. Davon entfallen etwa 128 auf Schnellladepunkte, die sich auf 63 Ladeeinrichtungen verteilen. Um ein möglichst vollständiges Register erstellen zu können, erfasst die BNetzA neben den anzeigepflichtigen Ladesäulen auch solche, die nicht in den Anwendungsbereich der Ladesäulenverordnung fallen. Die Karte wird regelmäßig aktualisiert, so die BNetzA.
Die Karte kann unter dem folgenden Link aufgerufen werden:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/HandelundVertrieb/Ladesaeulenkarte/Karte/Ladesaeulenkarte-node.html;jsessionid=28E4F4F13493BEEC6DF3E7F18798390C

++ Baden-Württemberg fördert Smart-Grids-Projekte

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat vier Förderbescheide für Smart-Grids-Projekte übergeben. Wie das Ministerium mitteilte, erhalten die Projekte etwa 1,2 Mio. Euro. Zusammen knapp 230.000 Euro erhalten die Partner des Projektes „DOSE – Dezentrales Open Source Energiemanagement in Liegenschaften“. In einem Musterquartier in Heidelberg soll hierbei demonstriert werden, wie verschiedene Steuerboxen miteinander vernetzt und optimiert und so den Kunden spezielle Energiedienstleistungen bereitgestellt werden können. Das federführend von der Universität Stuttgart erarbeitete Projekt „VIPEEER – Versorgungsqualität und -sicherheit in der industriellen Produktion bei Einspeisung aus Erneuerbaren Energien“ erhält einen Zuschuss von fast 290.000 Euro. Das Projekt untersucht und modelliert komplexe technische Zusammenhänge moderner Netzkomponenten und misst detailliert Spannungsqualitätsmerkmale.
Für ihr Projekt „IT-Grid-Design – IT-basierte Netzausbauplanung im Verteilnetz für ein erneuerbares dezentrales Energiesystem“ erhalten die Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg, das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE Freiburg und das International Solar Energy Research Center Konstanz zusammen knapp 300.000 Euro. Ziel des Projektes ist es, das bestehende Verteilnetz optimal zu nutzen und somit die Kosten des Netzausbaus zu reduzieren. Fast 420.000 Euro erhält schließlich das Projekt „Heat4Smart-Grid BW – Intelligente dezentrale erneuerbare Wärme für Smart Grids in Baden-Württemberg – Lastflexibilisierung zur Verteilnetzentlastung mit Wärmepumpen“ der Universität Stuttgart und der Hochschule Reutlingen.

++ dena: Mit digitalen Geschäftsmodellen zum Erfolg
Zwei Drittel (64,25%) der Experten aus dem Energiebereich bewerten die Erfolgschancen für neue digitale Geschäftsmodelle zur Nutzung von Effizienzpotenzialen beim Stromverbrauch in Industrie und Gewerbe als hoch. Das zeigt eine aktuelle Expertenbefragung der Deutschen Energie-Agentur (dena). Insgesamt hätte die Umfrage eine durchgängig positive Markterwartung für Energieeffizienzdienstleistungen ergeben, die Energieverbräuche visualisieren, zur Nutzung von Energieeffizienzpotenzialen beraten oder durch automatisierte Steuerung den Energieeinsatz optimieren, erklärte die dena.
„Neue Geschäftsmodelle für Energieeffizienz auf einem bedeutenden Zukunftsmarkt sind wichtig für den Innovationsstandort Deutschland“, erklärte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, im Rahmen der Hannover Messe. Für eine erfolgreiche Positionierung im internationalen Wettbewerb werde es darauf ankommen, das momentan vorherrschende innovationsfreudige Umfeld für digitale Energiewendedienstleistungen zu festigen und weiter auszubauen. Befragt wurden 108 Entscheidungsträger aus den Marktsegmenten Venture Capital/Acceleratoren, Energieversorgung, verarbeitendes Gewerbe sowie Grundstücks- und Wohnungswesen mittels computergestützter Telefoninterviews. In einem Papier hat die dena „15 Thesen auf dem Weg in eine digitale Energiewelt“ zusammengefasst.

++ Umfrage zu Smart Metern in Ostdeutschland: enviaM sieht Aufklärungsbedarf
In Deutschland werden seit diesem Jahr intelligente Stromzähler eingeführt. Laut enviaM sei dies an der Mehrzahl der Ostdeutschen bislang vorbeigegangen. 59% der Bevölkerung hätten noch nie etwas von intelligenten Stromzählern gehört. Zu diesem Ergebnis komme eine repräsentative Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov Deutschland aus Köln, die im Auftrag von enviaM unter mehr als 750 Bürgern durchgeführt worden ist.
Eine Mehrheit der Ostdeutschen (48%) stehe den intelligenten Stromzählern aufgeschlossen gegenüber und sei neugierig auf die Aufwendungen. Lediglich eine Minderheit (9%) erfüllt die Einführung mit Sorge. Als größte Vorteile stufen je etwa ein Viertel der Bürger ein, dass sie ihren Stromverbrauch besser überblicken können und ihr Stromzähler automatisch abgelesen wird. Als größte Nachteile sehen je ca. ein Fünftel, dass der Einbau mit möglichen Mehrkosten verbunden sein könnte, die neuen Messgeräte manipuliert werden oder fehlerhaft funktionieren könnten. Außerdem interessiere sich jeder dritte Ostdeutsche im Zusammenhang mit intelligenten Stromzählern für neue Tarifmodelle. Von ihrem Energieversorger erwartet knapp die Hälfte der Ostdeutschen, dass er eventuelle Mehrkosten bei der Einführung intelligenter Stromzähler übernimmt und ihre Daten vor Missbrauch schützt.

++ Weltgrößtes Smart Grid-Projekt erreicht Meilenstein
TEPCO, Japans größter Energieversorger, hat in drei Jahren über 10 Mio. Smart Meter installiert und damit einen Meilenstein bei der Verteilnetz-Modernisierung erreicht. Nach Angaben von Landis+Gyr fließen aktuell täglich 513 Mio. Datensätze zwischen Zählern und Zentrale. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2020 wird die TEPCO-Lösung mehr als 27 Mio. Stromzähler sowie Millionen anderer Geräte umfassen und täglich 1,3 Mrd. Datenpakete transportieren. Damit ist das TEPCO-Projekt derzeit das weltgrößte IoT-Netzwerk der Elektrizitätswirtschaft.
Das Netzwerk basiert auf Landis+Gyr’s IPv6 Multi-Technologie Netzwerkplattform, die Geräte von Energieversorgern und Endkunden miteinander verbindet und dazu RF Mesh-, G3 PLC- und Mobilfunktechnologien nutzt sowie Wi-SUN kompatible Konnektivität bietet.

Messwesen in den Medien

++ Brüsseler Träume von Smart Appliances
https://www.heise.de/tp/features/Bruesseler-Traeume-von-Smart-Appliances-3683763.html

++ Vernetzte Quartiere: Grüner Strom vom Nachbarn
http://www.sueddeutsche.de/geld/vernetzte-quartiere-gruener-strom-vom-nachbarn-1.3461835

++ Teure Heizungsablese: Ein Milliardengeschäft auf Kosten der Verbraucher
https://www.welt.de/wirtschaft/article163290356/Ein-Milliardengeschaeft-auf-Kosten-der-Verbraucher.html

++ Hamburger Konzern kauft Erfurter Messgerätehersteller Qundis
http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Hamburger-Konzern-kauft-Erfurter-Messgeraetehersteller-Qundis-1633884286

++ Echtzeitdaten für Warmduscher

http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/umwelt-technik/neue-software-erfasst-wasserverbrauch-14971300.html

++ Smart Home: Heizen per Handy
http://www.sueddeutsche.de/geld/smart-home-heizen-per-handy-1.3452224