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Inhalte des MeteringForum. Newsletters November 2016

Topmeldungen

++ BNetzA: Eigenkapitalrenditen für Strom- und Gasnetze
++ Cyber-Angriff durch IoT-Botnetze
++ 330.000 Smart Meter für Österreich
++ Energieversorgung der Zukunft: SmartRegion Pellworm
++ BMWi: Digitalisierung der Wirtschaft kommt voran

Messwesen in den Medien
++ Europa sichert seine smarten Stromnetze
++ Forscher bauen Stromnetz der Zukunft
++ Wissen was zu tun…
++ Chinesen bauen am Smart Grid-Betriebssystem in Europa
++ Welt-Energierat warnt vor Cyberattacken
++ Berlin: Umsetzungskonzept für die Smart City

Topmeldungen
++ BNetzA: Eigenkapitalrenditen für Strom- und Gasnetze

Die BNetzA hat Mitte Oktober den Eigenkapitalzinssatz für Strom- und Gasnetzbetreiber von 6,91% für Neuanlagen bekannt gegeben. Für Altanlagen wurde ein Zinssatz von 5,12% ermittelt. Derzeit betragen die Zinssätze 9,05% für Neuanlagen und 7,14% für Altanlagen. Die neuen Zinssätze gelten ab der nächsten Regulierungsperiode. Diese beginnt für die Gasnetzbetreiber im Jahr 2018, für die Stromnetzbetreiber im Jahr 2019.
„Die Festlegung der Zinssätze spiegelt die seit längerem niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten wider“, erklärte BNetzA-Präsident Jochen Homann. Diese Entwicklung sei im Interesse der Verbraucher zu berücksichtigen gewesen. Ein Vergleich mit jüngeren Entscheidungen europäischer Regulierungsbehörden zeige, dass die ermittelte Bandbreite für den Eigenkapitalzinssatz dem internationalen Niveau entspräche.

++ Cyber-Angriff durch IoT-Botnetze
Medienberichten zufolge kam es Mitte Oktober zu einem Cyber-Angriff auf den Internet-Dienstleister Dyn. Im Rahmen dessen forderte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Hersteller von online-fähigen Geräten auf, dafür zu sorgen, dass die Geräte angemessenen Sicherheitsanforderungen genügen. Für den Cyber-Angriff wurde von den Angreifern ein Botnetz genutzt, das sich nicht nur aus PCs, Notebooks, Smartphones oder Tablets zusammensetzt, sondern zu großen Teilen aus mit dem Internet verbundenen Haushaltsgeräten besteht, die im Zuge des Internets der Dinge (Internet-of-Things, IoT) immer größere Verbreitung finden. Hierzu gehören beispielsweise Netzwerkkameras, Drucker oder TV-Empfänger. Die meisten dieser Geräte sind im Auslieferungszustand unzureichend gegen Cyber-Angriffe geschützt und können somit von Angreifern leicht übernommen und für Straftaten missbraucht werden.
Das BSI verlangt u.a., dass voreingestellte Zugangsdaten und Passwörter für alle Zugriffsmöglichkeiten auf die Geräte, zum Beispiel via HTTP, TELNET oder SSH, durch den Nutzer geändert werden können. Zudem sollte die eingehende und ausgehende Kommunikation des IoT-Geräts nur mittels kryptografisch geschützter Protokolle wie TLS erfolgen. Darüber hinaus forderte das BSI Hersteller dazu auf, regelmäßig, schnell und über einen hinreichenden Nutzungszeitraum hinweg Sicherheitsupdates für die Geräte zur Verfügung zu stellen. Die Übertragung und Installation sollte dabei mittels kryptografischer Verfahren geschützt werden.

++ 330.000 Smart Meter für Österreich
Ein Konsortium von österreichischen Energieversorgern will Ende 2017 mehr als eine Viertelmillion Haushalte im österreichischen Bundesland Steiermark mit Smart Metern ausstatten. Mitglieder des Konsortiums sind Energie Steiermark, Energie Graz, Feistritzwerke Steweag und die Servicegesellschaft Energy Services, die 26 kleinere und mittlere Energieversorger im Süden von Österreich repräsentiert. Insgesamt wird der Schweizer Hersteller Landis+Gyr 330.000 Smart Meter an das Konsortium liefern, heißt es in der dazugehörigen Unternehmensmitteilung.
Im April 2012 verabschiedete das österreichische Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ein neues Gesetz, in dem vereinbart wurde, dass 95% der Zähler im Land bis 2019 „smart“ sein müssen. Das Gesetz wurde in Folge des 3. Energiepakets der EU verabschiedet, mit dem Ziel, dass bis zum Jahr 2020 in 80% der europäischen Haushalte Smart Meter eingerichtet sind.

++ Energieversorgung der Zukunft: SmartRegion Pellworm
Erneuerbare Energien und Batteriespeicher können mittels eines intelligenten Stromnetzes so zusammengeschaltet werden, dass auch langfristig eine sichere und stabile Stromversorgung der Menschen auf Basis von Wind und Sonne in einer Region möglich ist. Das ist das Ergebnis der ersten Phase des Forschungsprojektes SmartRegion Pellworm, in dem die Schleswig-Holstein Netz zusammen mit E.ON, den Fraunhofer Instituten IOSB-AST und UMSICHT sowie weiteren Projektpartnern das nach eigenen Angaben erste intelligente Stromnetz im Norden betrieben hat.
Im Laufe des Projektes wurden zunächst die technische Machbarkeit sowie eine möglichst effiziente Nutzung von derzeit noch teuren Stromspeichern bei hoher Einspeisung durch erneuerbare Energien untersucht. Hierbei wurden beispielsweise erstmalig regelbare Ortsnetztransformatoren zum Halten der Spannung eingesetzt, die inzwischen auch in anderen Regionen erfolgreich im Netz eingesetzt werden. Gleichzeitig wurden auf Basis der technischen Erfahrungen verschiedene Geschäftsmodelle entwickelt und in ihrer Machbarkeit getestet. In der jetzt anschließenden zweiten Phase des Projektes wird an neuen Geschäftsmodellen erprobt, wie man diese Art der Stromversorgung auf Basis von Batterien auch wirtschaftlich zu einem Erfolg bringen kann. Wie die Projektpartner mitteilten, fließen insgesamt mehr als 12 Mio. Euro in das Projekt SmartRegion Pellworm.

++ BMWi: Digitalisierung der Wirtschaft kommt voran
Das BMWi hat den „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016“ veröffentlicht. Der Monitoringbericht bildet im „Wirtschaftsindex DIGITAL“ den Stand der erreichten Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland ab, so das BMWi in einer Pressemeldung. Staatssekretär Machnig dazu: „Die Digitalisierung der Wirtschaft kommt voran. Der Wert des Wirtschaftsindexes DIGITAL ist im Vergleich zum Vorjahr von 49 auf 55 Indexpunkte gestiegen. Jedes zweite Unternehmen (51%) nutzt die intelligente Vernetzung von Geräten und Maschinen über das Internet, also IoT (Internet of Things)-Anwendungen.“
Der Monitoring-Bericht wurde im Auftrag des BMWi von TNS Infratest und ZEW Mannheim erstellt. Erstmals analysiert der Bericht in diesem Jahr auch die Digitalisierung nach Unternehmens-größenklassen. Während Großunternehmen 53 und Kleinstunternehmen 55 Punkte im Index erreichen, liegt der Digitalisierungsgrad der kleinen und mittleren Unternehmen lediglich bei 50 Punkten. Das sind 5 Indexpunkte unter dem nach Branchen und Unternehmensgrößen gewichteten Durchschnitt des Wirtschaftsindex DIGITAL 2016. Eine Differenzierung nach Branchen zeigt, dass die IKT-Wirtschaft und die wissensintensiven Dienstleistungen Vorreiter sind.
Durchschnittlich digitalisiert sind die Finanz- und Versicherungswirtschaft, Handel, Energie- und Wasserversorgung, Maschinenbau, Chemie und Pharma, Verkehr und Logistik und Fahrzeugbau. Unter dem Durchschnitt liegen das Gesundheitswesen und das „sonstige verarbeitende Gewerbe“.

Messwesen in den Medien
++ Europa sichert seine smarten Stromnetze
http://orf.at/stories/2363790/2363791/

++ Forscher bauen Stromnetz der Zukunft
http://www.energiezukunft.eu/netze/smart-grids/forscher-bauen-stromnetz-der-zukunft-gn104371/

++ Wissen was zu tun

Best Practise: Wissen was zu tun ist

++ Chinesen bauen am Smart Grid-Betriebssystem in Europa
http://www.iwr.de/news.php?id=32395

++ Welt-Energierat warnt vor Cyberattacken
http://www.wiwo.de/unternehmen/energie/energiekonzerne-im-visier-welt-energierat-warnt-vor-cyberattacken/14616206.html

++ Berlin: Umsetzungskonzept für die Smart City
http://www.stadt-und-werk.de/meldung_24879_Umsetzungskonzept+f%C3%BCr+die+Smart+City.html

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