Standpunkt: „Überlegungen“ zur Finanzierung des Rollouts intelligenter Messsysteme

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Hintergrund:
Am 10. Oktober hat die AG Intelligente Netze und Zähler der Plattform Energienetze im BMWi ihre „Überlegungen aus der Arbeitsgruppe Finanzierungsmechanismus“ vorgestellt. Ausgangspunkt war die Annahme, dass vor allem kleine und mittelgroße Netzbetreiber mit dem Betrieb intelligenter Messstellen finanziell, organisatorisch und technisch überfordert sein könnten.

In diesem Rahmen wurde eine Variante vorgestellt, in welcher der Messstellenbetreiber sich von seiner Grundzuständigkeit entbinden lassen und alternativ eine öffentliche Ausschreibung des intelligenten Messstellenbetriebs erfolgen könne. Der Bieter, der dann den Zuschlag erhält, übernähme die Grundzuständigkeit für den gesamten intelligenten Messstellenbetrieb in dem jeweiligen Netzgebiet. Die Bewirtschaftung der verbleibenden und immer weniger werdenden konventionellen Zähler läge noch beim Netzbetreiber. Neue Pflichteinbaufälle von intelligenten Zählern oder Messsystemen würden automatisch in die Zuständigkeit des sogenannten intelligenten Messstellenbetreibers (iMSB) übergehen. In der Folge würde im Zuge des Rollouts der konventionelle Messstellenbetrieb sukzessive durch den iMSB ersetzt.

Am 31. Oktober fand beim BMWi ein Konsultationstermin mit Vertretern der Branche zu den am 10. Oktober präsentierten Überlegungen statt. Grundsätzlich wurde dabei von den Branchenexperten eine ablehnende Haltung zum vorgestellten „Ausschreibungsmodell“ geäußert. Ein großer Kritikpunkt war dabei, dass durch das Ausschreibungsmodell die Komplexität im Messwesen erneut gesteigert und sich der Rollout erneut verzögern werde. Zudem seien noch viele wichtige Fragen zum
Ausschreibungsmodell nicht geklärt, wie beispielsweise die konzessionsrechtliche Umsetzbarkeit des Modells oder die Rückfallmöglichkeit bei Ausfall des iMSB.

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