SAP S/4 HANA und Workforce Management in Kaiserslautern nahtlos verbunden

Stadtwerke Kaiserslautern docken Messstellenbetrieb per Integration Layer von co.met an neues ERP-System an

Sattelfeste Partner sind Gold wert – insbesondere, wenn hochkomplexe Aufgaben zu lösen sind: Die SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG hat die Einführung von SAP S/4 HANA und die Anbindung des neuen Workforce-Management (WFM)-Systems co.mobile von co.met quasi parallel und nahezu problemlos bewerkstelligt. Eine wichtige Rolle spielte dabei der von co.met eigens für diese Anforderung entwickelte SAP Integration-Layer, der beide Systeme per Webservices nahtlos verbindet. Das Ergebnis: hochautomatisierte, fehlerfreie und agile Abläufe im Messstellenbetrieb (MSB) zwischen Außendienst und Backend-Systemen durch eine standardisierte und damit zukunftssichere WFM-Integration in die SAP S/4 HANA-Welt.

Die Stadtwerke Kaiserslautern stecken mitten in der herausfordernden Modernisierung ihrer SAP-Systeme. Im April 2025 stellte der pfälzische Versorger im ersten Schritt den Netzbereich auf S/4 HANA um. Im eigenen Vertrieb und im Bereich Betriebsführung für externe Partner laufen separate Migrationsprojekte. Um im Messtellenbetrieb lückenlos handlungsfähig zu bleiben, war entscheidend, das neue WFM-System parallel an S/4 HANA anzudocken. Beim Workforce Management hatten sich die Kaiserslauterer für die co.met GmbH aus Saarbrücken entschieden, von der sie bereits die Kundenselbstableselösung co.read erfolgreich im Einsatz hatten. Christian Knoll, Abteilungsleiter Messstellenbetrieb der SWK, ist mit dem Verlauf sehr zufrieden: „Schon am 5. Mai 2025 liefen die ersten MSB-Prozesse über den neuen Integration Layer. Es funktioniert heute weitestgehend so, dass wir gut arbeiten können.“

Das anspruchsvolle parallele Einführungsszenario war nur durch enge Zusammenarbeit zwischen allen Projektpartnern realisierbar – und durch die spezifische Unterstützung von co.met auf der WFM-Seite. Julien Thome, stellv. Bereichsleiter WFM/SaaS-Systems bei co.met, erläutert: „Mit unseren Integration-Layer bieten wir erstmalig SAP-Expertise an und implementieren den Layer direkt in der SAP-Umgebung des Kunden. Dabei übernehmen wir den Großteil des Prozesses und verlagern den Aufwand auf unsere Seite. Das heißt, der Kunde spart IT-Ressourcen ein, die er an anderer Stelle nutzen kann.“

 

Im Gespräch: Christian Knoll und Julien Thome

 

Dreh- und Angelpunkt im Messstellenbetrieb

„Für uns ist co.mobile Dreh- und Angelpunkt unserer Messstellenprozesse“, sagt Christian Knoll. „Deshalb ist es entscheidend, dass die Kommunikation mit unserem SAP-System dauerhaft stabil funktioniert.“ Mit dem Integration-Layer stellt co.met genau diese Verbindung sicher. Er wurde speziell für Energieversorger entwickelt, die SAP einsetzen und ihre Workforce-Management-Prozesse integrieren möchten. Die Lösung basiert auf Webservices und verbindet SAP direkt mit co.mobile – ohne zusätzliche Middleware oder Fileserver zu benötigen. Alle Datenzugriffe auf SAP werden über den Integration-Layer gekapselt.

Für Anwender bietet dieser Ansatz entscheidende Vorteile:

  • standardisierte Schnittstellen
  • geringer Wartungsaufwand
  • schnelle Implementierung
  • hohe Transparenz im Betrieb

„Viele Versorger haben in ihren alten Systemen zahlreiche individuelle Schnittstellen aufgebaut“, erklärt Knoll. „Das führt bei Prozessänderungen oder gesetzlichen Anpassungen schnell zu hohem Aufwand. Mit dem Integration-Layer setzen wir bewusst auf Standardprozesse eines branchenerfahrenen Partners.“

Automatisierte Abläufe vom A bis Z

Der Nutzen lässt sich im Tagesgeschäft leicht nachweisen, etwa beim Turnuswechsel von Stromzählern: Über den Integration-Layer werden die anstehenden Aufträge automatisch aus SAP an co.mobile übertragen. Dem Außendienst stehen alle für die Arbeit nötigen Informationen auf mobilen Endgeräten unmittelbar zur Verfügung. Die Monteure dokumentieren alle Arbeitsschritte direkt in der App – inklusive Fotos, Zeitstempel und Zählerständen. Nach Abschluss des Auftrags werden die Daten automatisch zurück ins SAP-System übertragen und dort verbucht.

„Früher mussten viele dieser Schritte manuell nachgearbeitet werden“, erklärt Knoll. „Heute läuft das vollständig automatisiert.“ Was man in Kaiserslautern besonders schätzt: Auch Änderungen während eines laufenden Prozesses – etwa beim unterjährigen Kundenwechsel oder bei kurzfristig obsolet werdenden Sperrungen – werden automatisch ad hoc synchronisiert.

Transparenz durch integriertes Monitoring

Ein weiterer zentraler Vorteil des Integration-Layers ist der integrierte Schnittstellenmonitor. Hier lassen sich sämtliche Nachrichten zwischen SAP und co.mobile nachvollziehen: Statusmeldungen, Fehlermeldungen oder einzelne Datenpakete können direkt eingesehen und analysiert werden. Dadurch lassen sich Probleme schnell identifizieren und beheben. Gerade in einer dynamischen Systemlandschaft mit regelmäßigen SAP-Updates und regulatorischen Anpassungen ist diese Transparenz wichtig. „Wenn sich durch gesetzliche Änderungen Formate oder Prozesse verändern, können wir im Integration Layer schnell sehen, wo ein Problem liegt“, so Knoll.

Effizientere Einsatzplanung im Außendienst

Und das ist noch nicht alles: Neben der Prozessautomatisierung ermöglicht co.mobile auch eine intelligente Einsatzplanung. Mussten Termine früher teilweise umständlich über Outlook-Kalender orchestriert und organisiert werden, nutzt SWK heute die automatische Tourenplanung von co.mobile. Das System verteilt Aufträge auf Basis definierter Zeitfenster und optimiert die Einsatzrouten der Monteure. Das Ergebnis auch hier: effizientere Abläufe und eine bessere Auslastung der knappen verfügbaren Ressourcen.

Partnerschaft als Erfolgsfaktor

Wie bereits erwähnt: Die Zusammenarbeit im Projekt spielt eine entscheidende Rolle. Regelmäßige Abstimmungen und kurze Kommunikationswege halfen dabei, Herausforderungen schnell zu lösen. „Wir haben früh feste Ansprechpartner definiert und uns regelmäßig ausgetauscht“, sagt Knoll. „Dies hat enorm geholfen, gerade weil parallel das S4-Projekt lief.“ Dass die zwischenmenschliche Chemie auf Anhieb stimmte und die räumliche Distanz zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken überschaubar ist, soll unerwähnt bleiben. Vor allem aber kommt bei der SWK gut an, es bei co.met mit absoluten Branchenexperten zu tun zu haben und als Partner wertgeschätzt zu sein: „Wenn wir Fragen oder Anregungen zum Produkt oder Prozessen haben, wird immer direkt und konstruktiv darauf eingegangen“, so Knoll.

Zukunftssichere Basis für weitere Prozesse

Aktuell nutzen die Stadtwerke Kaiserslautern den Integration-Layer unter anderem für Prozesse wie Sperrungen, Wiederinbetriebnahmen und Turnuswechsel. Weitere Funktionen – etwa rund um Smart Meter Gateways – befinden sich in der Umsetzung. Langfristig soll das gesamte Prozessspektrum des Messstellenbetriebs über co.mobile gesteuert werden.

Für die Stadtwerke Kaiserslautern ist die Richtung klar: standardisierte Integration, automatisierte Prozesse und eine IT-Architektur, die mit den Anforderungen der Energiewende wachsen kann. „Wir haben gemeinsam eine stabile Lösung aufgebaut, mit der wir sehr zufrieden sind“, resümiert Knoll. Wie viele virtuelle Sterne würde er für co.met in einem Bewertungsportal verteilen? „So wie das Zusammenspiel bislang läuft, hätte ich kein Problem, fünf Sterne zu vergeben.“

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