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Fernauslesbarkeit von Zählern und Heizkostenverteilern

Aktuell befindet sich die neue Heizkostenverordnung in Umsetzung. Dadurch werden sich eine Reihe von Änderungen und zusätzlichen Pflichten für die Wohnungswirtschaft ergeben. Im Wesentlichen sind die folgenden Änderungen an der Heizkostenverordnung vorgesehen. Weitere Änderungen referatsseitig vorbehalten.

Fernablesbarkeit von Messgeräten

Messtechnische Ausstattungen zur Verbrauchserfassung (Zähler, Heizkostenverteiler), die nach dem Inkrafttreten der Änderungen eingebaut werden, müssen fernablesbar sein. Dabei werden Walk-by- und Drive-by-Technologien als fernablesbar definiert. Das Erfordernis der Fernablesbarkeit soll nicht bestehen, wenn nur ein einzelnes Gerät ausgetauscht wird, das Teil eines Gesamtsystems aus im Übrigen nicht fernablesbaren Zählern ist. Vorhandene Messgeräte, die nicht fernablesbar sind, sollen bis Ende 2026 mit der Funktion der Fernablesbarkeit nachgerüstet oder durch fernablesbare Geräte ersetzt werden müssen. Eine Ausnahme soll gelten, wenn dies im Einzelfall wegen besonderer Umstände technisch nicht möglich ist oder durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen würde.

Interoperabilität von Geräten zur Verbrauchserfassung

Neu eingebaute fernablesbare Messgeräte oder entsprechend nachgerüstete Systeme müssen zudem mit den Systemen anderer Anbieter interoperabel sein. Dies bedeutet, dass die verschiedenen Ausstattungen in der Lage sind, Daten beziehungsweise Informationen miteinander auszutauschen. Die Anforderung der Interoperabilität geht unter anderem auf eine Empfehlung des Bundeskartellamts zur Stärkung des Wettbewerbs im Bereich des Submeterings durch Vereinfachung eines Wechsels des Messdienstleisters zurück. Technische Vorgaben, um Interoperabilität, Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, soll das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickeln.

Neue Mitteilungs- und Informationspflichten

Neben Um- beziehungsweise Nachrüstpflichten sieht der Entwurf auch neue Mitteilungs- und Informationspflichten vor. So sollen Gebäudeeigentümer, in deren Objekten fernablesbare Messgeräte installiert sind, den Nutzern bis Ende 2021 regelmäßig Abrechnungs- oder Verbrauchsinformationen mitteilen müssen; ab 2022 soll während der Heizperiode (Oktober bis April) eine monatliche Mitteilung verpflichtend werden, während außerhalb dieses Zeitraums keine Informationspflicht bestehen soll. Mitteilen der Informationen bedeutet der Begründung des Entwurfs zufolge, dass die Information den Nutzer unmittelbar erreicht, ohne dass er sie suchen muss. Dies könne in Papierform oder elektronisch, etwa per E-Mail, geschehen. Auch die Möglichkeit, die Nutzer über ein Webportal oder eine App zu informieren wird genannt, jedoch müssten die Nutzer dann jeweils darüber unterrichtet werden, dass neue Informationen zur Verfügung stehen; anderenfalls handle es sich nicht um ein „Mitteilen“, sondern lediglich um ein „Zurverfügungstellen“. Außerdem sollen Gebäudeeigentümer verpflichtet werden, den Nutzern mit den Abrechnungen zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen, wie Informationen über den Brennstoffmix, eine Erläuterung der erhobenen Steuern und Abgaben sowie ein Vergleich des gegenwärtigen Energieverbrauchs des jeweiligen Nutzers mit dem Verbrauch im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Kürzungsrecht der Nutzer bei Verstößen des Gebäudeeigentümers

Der Verordnungsentwurf sieht eine Sanktion für die Verletzung der neu eingeführten Installationspflichten sowie der neuen Informationspflichten vor. Die Nutzer sollen den auf sie entfallenden Kostenanteil um drei Prozent kürzen dürfen, wenn der Gebäudeeigentümer pflichtwidrig keine fernablesbaren Geräte installiert oder seinen Informationspflichten nicht nachkommt. Bei mehreren Pflichtverstößen sollen sich die Kürzungsrechte summieren. Unberührt von der Neuregelung bleibt die in § 12 Abs. 1 Nr. 1 HeizKV normierte Möglichkeit, die Abrechnung um 15 Prozent zu kürzen, soweit Wärme und Warmwasser nicht verbrauchsabhängig abgerechnet werden.

Vor allem die interoperable Fernauslesung an Zählern und Heizkostenverteilern sowie die neuen Mitteilungs- und Informationspflichten von Verbrauchsinformationen für die Nutzer stellt eine nicht unerhebliche Herausforderung dar.

Unser Angebot für Sie

Für die Anforderungen einer kosteneffizienten Auslesung von Zählern etc. im wohnungswirtschaftlichen Bereich setzen wir eine einfach zu bedienende Plug&Play-Lösung auf Basis des LoRaWAN-Standards ein. Die von uns verwendeten Komponenten erfüllen die Anforderungen der Interoperabilität gemäß HKVO-Novelle, sind sehr kostengünstig in der Anschaffung und haben infolge der sehr guten Gebäudedurchdringung des Funkstandards LoRaWAN eine sehr hohe Datenverfügbarkeit. Die Einhaltung der Informationspflicht erfolgt bei unserer Lösung in Form eines Online-Energiedatenportals für die Kunden.

Auf Basis von LoRaWAN ist eine Vielzahl weiterer Anwendungsfälle wie Feuchte-/Temperaturmessungen in Wohnungen, fernwartbare Rauchwarnmelder etc. synergetisch mit nutzbar. In diesem Zusammenhang haben wir bereits eine Vielzahl einsatzbereiter Lösungselemente im Angebot.

Ihr Kontakt zu uns

Wollen Sie die Herausforderungen der HKVO-Novelle ohne großen Aufwand und mit geringen Kosten lösen? Gerne beraten wir Sie bei der Etablierung entsprechender Systeme.

Sie erreichen uns telefonisch unter 0681/587-2619 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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